Christian
ZillnerSpiegelfeld 1.Band Spiegelfeld
ist ein auf elf Bücher ausgelegtes Familienepos. Es beginnt im 10. und zieht sich bis ins 21. Jahrhundert. Sein Inhalt: Erzählungen aus dem Niemandsland der österreichischen Geschichte. Im Mittelpunkt stehen die Grafen Spiegelfeld und ihre Vorfahren Matz. Jedes Buch hat ein historisches Datum zum Kern, um den sich die jeweilige Geschichte dreht. |
Der erste Band schildert eine neuntägige Fahrt im Jahr 907. Ein großes Heer der Bayern zieht an der Donau ostwärts Richtung Wien in eine Schlacht gegen die Ungarn. In dieser Zeit reisen zwei Bauernbuben, Vorgänger der Spiegelfelds, westwärts zu einer Klosterinsel, auf der sie zu Ministerialen ausgebildet werden sollen. Sie sind dabei der Natur in einer Weise ausgesetzt, wie sie zivilisierte Menschen unserer Tage nur noch in Katastrophen erfahren. Und jeder Schritt auf der Fahrt, sei es jene des Heerbanns oder der Bauernbuben, bringt die Reisenden ihrer Vernichtung näher. |
| Der zweite Band berichtet vom Besuch Kaiser Heinrichs III., des mächtigsten der deutschen Könige, auf der Insel Reichenau am 24. April 1048. Er will dort den Feierlichkeiten zur Weihe des nach einem Brand wiederaufgebauten Marienmünsters beiwohnen. Zu dieser Zeit lehrt ein behinderter Mönch namens Hermann der Lahme auf Reichenau, einer der bedeutendsten Gelehrten seiner Epoche. Während des kaiserlichen Besuchs kommt es zu einem tödlichen Zwischenfall, in den zwei Novizen aus dem Hause Matz verwickelt sind. | |
| Der dritten Band erzählt die Geschichte des Ersten Kreuzzugs, die mit der Eroberung Jerusalems durch die Kreuzritter ihren Höhepunkt findet. Eingewebt ist das Ende eines der Kreuzritter namens Mezza di Mazoll, eines Ministerialen des Markgrafen Liutpold II. von Österreich am 12. August 1099 vor Askalon. Mezza di Mazoll, aus einer italienischen Linie des Hauses Matz, stirbt in der letzten Schlacht des ersten Kreuzzugs im heiligen Land. | |
| Der vierte Band spielt im September 1247, ein Jahr nach dem Tod des letzten Babenbergers Friedrich II. In Österreich ist Interregnum, nachdem Vladislav Przemysl, Ehemann von Friedrichs Nichte Gertrude und somit Herzog von Österreich, im Jänner gestorben war. Neben Gertrude sehen sich der Stauferkaiser Friedrich II., die Przemysliden in Böhmen, darunter der 14-jährige Otokar, und Friedrichs Schwester Margarete als Anwärter auf das Erbe. Der Minnesänger Aldrian Matz, zu dessen Repertoire auch das Nibelungenlied gehört, reist von Hainburg die Donau entlang nach Passau. Ihn begleitet Johannes de Plano Carpini, ein Jünger des Franz von Assisi und Leiter des Franziskanerordens in Deutschland, der gerade von einer Reise zu den Mongolen in Karakorum zurückgekehrt ist. | |
| Der fünfte Band umfasst das 20. Jahrhundert und erzählt unter dem Titel Neun Bundesländer von den Anfängen der Zweiten Republik in den Milieus bäuerlicher Subsistenzwirtschaft und des proletarisierten Protokapitalismus. Wir erleben im Aufstieg von hart arbeitenden Menschen den Aufstieg einer armen Nation zu einem der reichsten Länder der Welt. Wir erfahren, was dies den einzelnen Menschen und seine Nation kostet: Der Aufstieg aus unverschuldeter Armut und selbstverschuldeter Unmündigkeit wird als Befreiung, aber auch als Verlust empfunden. Verloren das Gefühl, zu einer Sippschaft zu gehören, deren borniertes Mir-san-mir Geborgenheit bietet. Der Nation ihr Mythos zu sein, dieser Aufgabe kommt der Spiegelfeld mit patriotischer Begeisterung nach. | |